Cloud-Systeme bieten Flexibilität und Skalierbarkeit. Doch sind sie auch sicher genug für sensible Daten in Arztpraxen oder Kanzleien? In diesem Artikel vergleiche ich klassische Serverlösungen mit modernen Cloud-Diensten. Sie erfahren, welche Lösung sich für Ihre Anforderungen eignet, worauf Sie beim Datenschutz achten müssen und wie Sie den Umstieg reibungslos gestalten.
Der eigene Server im Büro
Beim lokalen Server liegen Daten und Fachsoftware in Ihren eigenen Räumen. Das passt gut, wenn die Praxis- oder Kanzleisoftware einen lokalen Server verlangt, die Internetleitung nicht zuverlässig ist oder große Datenmengen schnell im Haus verfügbar sein müssen.
- Vorteile: volle Kontrolle über die Daten, schneller Zugriff im lokalen Netz, unabhängig von der Internetverbindung.
- Nachteile: Anschaffung alle paar Jahre, Wartung, Updates und Datensicherung liegen bei Ihnen. Fällt der Server aus, steht der Betrieb.
Die Cloud
Bei Cloud-Diensten wie Microsoft 365 laufen E-Mail, Dateien und Zusammenarbeit im Rechenzentrum des Anbieters. Sie zahlen monatlich pro Benutzer und können von überall arbeiten.
- Vorteile: keine eigene Server-Hardware, ortsunabhängiges Arbeiten, Updates übernimmt der Anbieter.
- Nachteile: laufende Kosten, Abhängigkeit von der Internetleitung, und Sie müssen Datenschutz und Zugriffsrechte sauber einrichten.
Worauf Praxen und Kanzleien beim Datenschutz achten müssen
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Cloud-Anbieter
- Rechenzentrum in der EU und klare Regeln, wer worauf zugreifen darf
- Mehr-Faktor-Anmeldung für alle Konten
- Eine eigene Datensicherung, auch für Cloud-Daten. Der Anbieter sichert seine Infrastruktur, nicht automatisch Ihre gelöschten Dateien.
- Für Arztpraxen zusätzlich die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV, für Berufsgeheimnisträger die Verschwiegenheitspflichten
In der Praxis oft die beste Lösung: beides kombiniert
Viele Praxen und Kanzleien fahren gut mit einem hybriden Modell: Die Fachsoftware läuft auf einem kleinen, gut gewarteten Server im Haus, E-Mail und Zusammenarbeit über Microsoft 365, und die Sicherung liegt zusätzlich verschlüsselt außer Haus.
So gelingt der Umstieg
- Bestandsaufnahme: Welche Software braucht einen lokalen Server, was kann in die Cloud?
- Mit dem Softwarehaus der Fachsoftware klären, welche Betriebsarten unterstützt werden.
- Umstellung außerhalb der Sprech- oder Bürozeiten planen.
- Datensicherung vor und nach der Umstellung testen.
Fazit
Es gibt keine Lösung, die für alle passt. Entscheidend sind Ihre Fachsoftware, Ihre Internetleitung und wie wichtig ortsunabhängiges Arbeiten ist. Ich berate Sie dazu gern persönlich. Mehr zu meinen Angeboten finden Sie unter IT-Betreuung für Arztpraxen, IT-Service für Kanzleien, Server & Netzwerk Hannover und Microsoft 365 Beratung Hannover.